Leserbrief zu ‚Übrigens‘ vom 14.9., S. Lohr

Sollte das Übrigens nicht eine Meinungsspalte sein? Frau Lohr hat aber eher ein Pamphlet verfasst. Sie hat versucht, mit falschen Fakten und unwahren Behauptungen die BI Anlagenpark zu diskreditieren. Hat sie, und damit auch das Tagblatt, die Prinzipien des guten Journalismus vergessen? Ist sie das Sprachrohr der Verwaltung?

Daher hier die Richtigstellung der wesentlichen Punkte:

Es ist falsch, dass die BI sich durch die Aussage, 300 Bäume würden gefällt, die 1500 Unterschriften erschlichen hätte. Wir haben ein Informationsblatt zu den Listen erstellt und uns dabei streng an Mitteilungen der Verwaltung gehalten, ergänzt durch öffentliche Aussagen von Frau Korth und Herrn Soehlke.

Es ist falsch, dass die Bäume das Hauptthema der BI sind. Es geht uns vor allem um den Erhalt eines gewachsenen Natur- und Kulturraums – zu dem auch die Bäume gehören.

Es ist falsch, dass der Radweg keine Fahrradschnellstrasse werden soll. Er gehört zum blauen Band, der Bezeichnung für das Fahrradschnellweg-Netz.

Es ist falsch, dass der See nur eine kleine Einbuchtung bekommen soll. Er soll um 30% verkleinert werden! Es ist auch falsch, dass die Wasserqualität sehr schlecht ist. Sie ist so gut, dass sich sogar Bachforellen darin aufhalten.

Es stimmt, dass der Park ein vernachlässigter Ort ist. Dieser Park war ein schöner und sehr beliebter Erholungsort, bis die Verwaltung ihn gezielt mehr und mehr verkommen liess. 

Es ist falsch, dass die Umgestaltung vorwiegend von Älteren abgelehnt wird. Die Hälfte der Unterschriften stammt von jüngeren Mitbürgern.

Nicht die BI ist unglaubwürdig und lächerlich, dies trifft eher auf den Artikel von Frau Lohr zu.

Marlies Busch

Ein Kommentar

  1. Der Anlagenpark wurde zerstört. Viel zu viele erhaltenswerte Bäume und Sträucher wurden entfernt. Und es geht weiter mit den Abholzungen. Auch Neuanpflanzungen können diesen immensen Schaden nicht wieder gut machen. Den ins Grüne eingebetteten See mit seiner Artenvielfalt gibt es nicht mehr. Dass dieses Verbrechen an der Natur dem Schwäbischen Tagblatt nicht eine Zeile wert ist, gibt zu denken. Dass sich die SWT an dem Europaplatzprojekt beteiligen ist ebenso mehr als traurig. Auch die Tatsache, dass die älteren Bürger keinen Zugang mehr zum Freibad haben, weil sie kein Internet haben/nicht haben wollen !? oder im Vorfeld erst hinaus zu den SWT fahren müssen, was für Viele nicht möglich ist. Eine telefonische Anmeldung müsste zumindest immer möglich sein.
    Ist das die Zukunft Tübingens? Erschreckend.
    Und warum den schönen Anlagensee verkleinern? Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Der See gehört endlich mal ausgebaggert, der Müll entfernt. Seit Jahren redet die Stadt davon. Das zufließende Mühlbachwasser kann gefiltert werden, auch ohne Seeverkleinerung.
    Die Unsummen an Euro die hier verbuddelt werden, fehlen den Kindern in der Uhlandstrassenmensa, dem Bau eines herrlichen Schwimm- und Wellnessbades für alle Altersgruppen und dem Konzertsaal,
    uvm.
    Dieses Bauprojekt am Anlagenpark macht wütend und zutiefst traurig zugleich. Droht den Bäumen am Parkplatz an der Wilhelmstraße das gleiche Schicksal?
    Bitte zerstört nicht noch mehr!!!! Es gibt umweltfreundlichere Alternativen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.